Ausbildung von angehenden Erzieherinnen und Erziehern frei machen – Praktikumsplätze ohne viel Bürokratie zur Verfügung stellen
Auf die geäußerte Kritik der Thüringer Wohlfahrtsverbände mit Blick auf die schwierige Vergabe von Praktikumsplätzen für angehende Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten, erklärt Ulrike Grosse-Röthig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag: „In den letzten Haushaltsverhandlungen hat Die Linke mehrere Millionen Euro für Zukunftsinvestitionen im Kindergarten für Kommunen frei gemacht. Kindergärten, und vor allem die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern, dürfen nicht an der Untätigkeit der Landesregierung sterben! Praktikumsplätze müssen für die Träger in den Kommunen ohne viel Bürokratie zur Verfügung gestellt werden.“
Durch die sinkende Geburtenrate steht das Land vor zukunftsweisenden strategischen Entscheidungen im Bereich frühkindlicher Bildung. Aktuell sind laut WSI-Befragung bundesweit 54 Prozent der erwerbstätigen Eltern mit Schließungen oder verkürzten Zeiten bei der Kinderbetreuung konfrontiert. „Thüringen kann durch den demografischen Wandel gewinnen: Der Betreuungsschlüssel und die wohnortnahe Betreuung gehören verbessert, junge Menschen müssen für das Berufsfeld Kindergarten begeistert werden – dazu braucht es auch die nötige Sicherheit für Erzieherinnen und Erzieher und keine unnötigen Entlassungen. Das Kindergartenmoratorium muss daher von den Kommunen konsequent umgesetzt werden“, fordert Grosse-Röthig.
