Das neue Ginkgoblatt ist da! »Von Kriegen in der Welt und linker Politik vor Ort«
Liebe Lesende des roten Ginkgoblatts,
ihr haltet die – sage und schreibe – neunte Ausgabe nach dem Relanch im Frühjahr 2022 in der Hand. Seitdem sind die Ausgaben stetig gewachsen und obwohl wir jetzt »nur noch« zwei Abgeordnete, nämlich Bodo Ramelow und Ulrike Grosse-Röthig, haben, gibt es inzwischen viel mehr Autor:innen. Das spiegelt sich auch in dieser Ausgabe wider. Zum ersten Mal mussten wir Artikel hinten anstellen und in die nächste Ausgabe verschieben, weil diese ansonsten zu groß geworden wäre. In diese Ausgabe geht es u.a. um die folgenden Themen:
Jette Kirsch fasst anhand eines Vortrages von Ulrike Grosse-Röthig unserer Positionen zu dem Thema Kindergartenschließungen zusammen. Anhand mehrerer O-Töne geht es um die Auswirkungen des demografischen Wandels, die Reaktionsmöglichkeiten der Politik sowie konkrete Konzepte der zukünftigen Nutzung von Kindergärten als integrative Orte des Dorflebens.
Unsere neue Redakteurin Vanessa Franke führt ein Interview mit der Junior-Professorin für Medienanthropologie, Jasmin Degeling, über das Thema digitaler Faschismus, also darüber wie die sogenannten neue Medien und der vermeintliche alte Faschismus Synergieeffekte zeitigen und zu einer Gefahr für die Demokratie im 21. Jahrhundert werden.
In der Mitte des Heftes findet sich ein Erfahrungsbericht über das 40. Landesjugendtreffen der Solid in Thüringen von unserer Genossin Hannah Elisa Hempel. Seit langer Zeit gab es in Weimar und dem Weimarer Land keine eigene Solidstrukturen mehr, daher freuen wir uns nicht nur, dass sich hier etwas regt, sondern auch, dass sie einen eigenen Artikel für diese Ausgabe beigesteuert haben.
Im Namen der Stadtratsfraktion Weimar berichtet Eliza Gäde darüber, wie sie einen Antrag zur Abschaffung der strafrechtlichen Verfolgung des Fahrens ohne Fahrschein im ÖPNV eingebracht haben. Denn aus unserer Sicht reicht es völlig aus, wenn die Schwarzfahrer:innen ein übliches Ordnungsgeld bezahlen und nicht noch mit zumeist überflüssigen strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.
In der Kommunalpolitik ist die Rolle der sogenannten »sachkundigen Bürger:innen« häufig unterbelichtet. Alexander Böber erklärt daher in einem eigenen Artikel ihre Funktion und Aufgabe innerhalb der parlamentarischen Demokratie und beschreibt anhand seiner eigenen subjektiven Erfahrung in dieser Rolle, warum diese so wichtig sind.
Das ist nur ein kleiner Einblick. Im ganzen Heft findet ihr des Weiteren einen Tagebucheintrag von Bodo Ramelow, eine Rezension von Benjamin I. Hoff, Berichte über die bundesweite Mietenkampagne, die Weimarer Stadttaubenhilfe sowie die Debatten über eine Katzenschutzverordnung im Weimarer Land.
Wir wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre!
Eure Redaktion des roten Ginkgoblatts

